Kanäle 3 (App + Infrarot)
Rotor Koaxial, ca. 195 mm
Akku LiPo 3,7 V / 200 mAh
Flugzeit ca. 5 min (Hersteller)
Kurz gesagt
Der i-Helikopter 777-170 von Fun2Get ist ein kleiner 3-Kanal-Koax, den du per App auf iPhone, iPod touch oder iPad steuerst. Das Signal läuft über einen Infrarot-Sender am Kopfhöreranschluss. In meinem Test 2012 reagierte er spürbar verzögert, gefühlt um eine halbe Sekunde. Für präzises Fliegen ist ein Modell mit eigener Fernsteuerung die bessere Wahl.
Der i-Helikopter war 2012 mein Versuch, über den Tellerrand zu schauen: Statt Fernsteuerung übernimmt ein Apple-Gerät die Steuerung. Hier findest du Daten, meine Erfahrung und was du als Besitzer heute beachten musst.
Welche Daten hat der i-Helikopter 777-170?
Der 777-170 ist ein Koax-Hubschrauber mit 225 mm Länge, Gyro und 200-mAh-LiPo. Gesteuert wird über eine kostenlose App und einen Infrarot-Sender. Die Werte stammen aus der Herstellerbeschreibung, ergänzt um zwei Berichte aus der Zeit.
| Merkmal | Wert | Herkunft |
|---|---|---|
| Bauart | Koaxial, elektronisches Gyroskop | Herstellerangabe |
| Kanäle | 3 | Herstellerangabe |
| Steuerung | App auf iPhone, iPod touch oder iPad, Übertragung per Infrarot | Herstellerangabe |
| IR-Sender | wird in die Kopfhörerbuchse gesteckt, eigener Akku | China-Gadgets, netzwelt |
| Länge | 225 mm | Herstellerangabe |
| Hauptrotor | ca. 195 mm | Herstellerangabe |
| Akku | LiPo 3,7 V, 200 mAh (1S), eingebaut | Herstellerangabe |
| Laden | per USB-Kabel, Heli und IR-Sender | Herstellerangabe |
| Ladezeit / Flugzeit | ca. 30 min / ca. 5 min | Herstellerangabe |
| Material | Aluminium, LED-Beleuchtung | Herstellerangabe |
| Einsatz | drinnen oder bei absoluter Windstille | Herstellerangabe |
| Alter | ab 14 Jahren | Herstellerangabe |
Wie fliegt sich der i-Helikopter? Mein Test
Gut verarbeitet, aber wenig Spaß im Flug: Jeder Steuerbefehl kam gefühlt eine halbe Sekunde zu spät an. Die Ursache liegt in der Signalkette vom Apple-Gerät zum Hubschrauber.
Aus dem Logbuch · 2012
Man soll ja mal über den Tellerrand schauen. Also habe ich den i-Helikopter von Fun2Get ausprobiert, genaue Bezeichnung 777-170, gesteuert mit iPhone, iPod oder iPad.
Die Verarbeitung ist Fun2Get-typisch hervorragend und kann sich ohne Weiteres mit den neuen Koax-Modellen von Syma messen.
Die Herstellerangaben treffen alle zu. Spätestens seit der AR.Drone gilt es als schick, Modelle mit Apple-Geräten zu steuern. Bei der Signalübertragung gibt es aber ein gewaltiges Problem: Das Signal wird mehrmals umgewandelt. Aus der Steuerung wird ein Audiosignal, aus dem Audiosignal ein digitales Signal, und das geht per Infrarot zum Hubschrauber. Das verzögert die Steuerung um eine gefühlte halbe Sekunde. Man muss also immer eine halbe Sekunde vorausdenken. Lässt man den i-Helikopter um die eigene Achse drehen, dreht er sich noch etwa 90 Grad weiter, obwohl man längst aufgehört hat zu steuern. Realistisch gesehen kommt so kein echter Spaß auf. Schade.
Mit diesem Eindruck war ich nicht allein. netzwelt.de hielt im eigenen Test fest, dass die Steuerung per App nicht überzeugte und auch die Bewegungssteuerung zu schwerfällig reagierte. Wie die AR.Drone von Parrot per App fliegt, steht in einem eigenen Bericht.
Welche Probleme sind beim i-Helikopter typisch?
Das Hauptproblem ist die Verzögerung zwischen Befehl und Reaktion. Dazu kommen ungeschützte Zahnräder und zwei Akkus, die du laden musst. Heute kommt die Frage hinzu, ob dein Gerät den Sender überhaupt noch aufnimmt.
- Steuerverzögerung: gefühlt eine halbe Sekunde, bei Drehungen etwa 90 Grad Nachlauf (eigene Erfahrung).
- Offene Zahnräder: Laut netzwelt schützt die Konstruktion die Zahnräder der Hauptrotoren nicht.
- Zwei Akkus: Hubschrauber und IR-Sender werden getrennt geladen.
- Lautstärke am Gerät: Ein Leserhinweis bei China-Gadgets rät, die Lautstärke ganz aufzudrehen, weil der Sender über die Audio-Buchse angesteuert wird.
- Kein Kopfhöreranschluss: Nicht jedes iPhone hat noch eine 3,5-mm-Buchse. Apple bietet Adapter von Lightning und USB-C auf 3,5 mm an. Ob der IR-Sender damit funktioniert, habe ich nicht getestet.
- App: Prüfe vor einem Gebrauchtkauf, ob die Steuer-App für dein Gerät noch erhältlich ist.
Welche Ersatzteile gibt es für den i-Helikopter?
Eine Teileliste habe ich für den 777-170 nicht. Typische Verschleißteile bei Koax-Hubschraubern sind Rotorblätter, Blatthalter, Zahnräder und der Akku. Beim i-Helikopter solltest du die offenliegenden Zahnräder besonders im Blick behalten.
Orientiere dich bei der Suche an Rotordurchmesser (ca. 195 mm) und Akku (3,7 V, 200 mAh). Allgemeine Reparaturtipps findest du im Bereich Pflege und Reparatur.
Was nimmst du heute statt des i-Helikopters?
Eine aktuelle Herstellerseite zum 777-170 habe ich nicht gefunden, er ist ein Klassiker. Wenn du einen kleinen Koax für drinnen suchst, nimm ein Modell mit eigener Fernsteuerung. Dort geht das Signal ohne Umweg über Audio und App direkt zum Modell.
Wie Sender und Empfänger zusammenarbeiten, erklärt das RC-Lexikon zur Fernsteuerung. Einen Koax mit klassischer Infrarot-Fernsteuerung von Fun2Get beschreibe ich im Bericht zum Falcon-X. Grundlagen zur Bauart stehen unter 3-Kanal-Hubschrauber, aktuelle Modellklassen in der Kaufberatung Mini-Hubschrauber.
Häufige Fragen
Warum reagiert der i-Helikopter so verzögert?
Das Steuersignal wird mehrfach umgewandelt: von der App in ein Audiosignal, dann in ein digitales Signal, das per Infrarot zum Hubschrauber geht. Bei mir ergab das gefühlt eine halbe Sekunde Verzögerung.
Funktioniert der i-Helikopter mit einem aktuellen iPhone?
Das ist nicht belegt. Der IR-Sender braucht eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse, die nicht jedes iPhone noch hat. Ob ein Adapter reicht und ob die App noch angeboten wird, musst du vorher prüfen.
Wie lange fliegt der i-Helikopter?
Der Hersteller nennt etwa fünf Minuten nach rund 30 Minuten Ladezeit.